Dibro B ist ein Teufelszeug

DIBRO B

Die Dosis für Dibro B sollte sich zu den 800mg Luminal auf 1500mg Dibro B pro Tag belaufen.

Irgendwie machte mir dieser Medikamentencocktail  Angst, dieses mal verließ ich mich nicht auf die Fachleute und halbierte die Dosis, glücklicherweise, wie ich heute bemerken muß - denn sonst wäre Tatty sicherlich nicht mehr am Leben!!!

Schon kurze Zeit später traten weiterhin regelmäßig Grand mal Anfälle auf,auch "Nickanfälle" , es wurde überhaupt nicht besser ,eher verschlechterte sich die Situation zusehends, die Abstände zwischen den Anfällen verkürzten sich sogar und wir hatten nicht einmal den Steady State erreicht!!

Steady State:das Erreichen eines konstanten Blutspiegels wird bei Brom erst innerhalb von 3 Monaten erwartet.

Dibro war ein Trigger für Tatty!

Diese Anfälle, auch Sturzanfälle unter Dibro (war vorher so nicht der Fall) traten weiterhin sehr heftig auf, so dass Tatty nun ständig besser einen Helm hätte tragen müssen.

Die Zunge fing während der GM an blau anzulaufen,zwar nicht immer , aber auffallend war es schon. 

Eine große Herzuntersuchung bei einem Spezialisten  ergab keinen Befund, der Arzt machte uns kaum Hoffnungen Tatty`s Zukunft anfallsfreier erhoffen zu dürfen. Alle weiteren Untersuchungen blieben auch o.B.  

Das einzigste Ergebnis der durchgeführten Dibro B Therapie lag darin, dass aufgrund der Nebenwirkungen die Sturzanfälle für Tatty nicht mehr so gefährlich waren, weil sie  nach einiger Zeit ja kaum noch frei laufen oder vernünftig sitzen konnte.

Mit Hilfe eines Anfallskalenders machten wir uns nach einiger Zeit einmal ein Bild über Tatty`s  Anfallssituation und den „Medikamenten-Cocktail“ und dabei kamen wir zu dem Schluss, dass es auch mit dem Brom keinen Zweck hatte.

Ganz im Gegenteil Brom war eine  Quälerei! 

Tatty saß bzw. lag schließlich nur noch vollkommen schlaff und teilnahmslos , konnte kaum noch frei gehen, vom Aufstehen ganz zu schweigen  kam es weiterhin zu ganz massiven Schlafstörungen und zusätzlichen Dämmerattacken / Stereotypien (Schmerzen?????) die ca. 1-2 Stunden nach der Einnahme von Brom bis zu 1-2 weiteren Stunden nach der Eingabe, die Lebensqualiät dratisch zerstörten.

So schlief sie abends  vor Erschöpfung schnell ein, wachte aber nach 2-3 Stunden wieder auf, um dann stundenlang wach zu bleiben und in der Nacht rastlos zu wandern! Wochenlang war ich jede Nacht  fast durchgehend wach, ein Ende schien nicht in Sicht, was für eine Therapie?

Ich mußte meinem Hund ständig auf die Beine helfen, weil er nicht mehr in der Lage war aufzustehen und dann mit den Vorderbeinen

"Klopfzeichen" gab um sich zu melden. 

Die starke Verschleimung durch das Brom führte bei Tatty  zu zahlreichen Infekten, die dann auch noch falsch interpretiert wurden.

Zu allem Überfluss kam es bereits nach 6 Wochen Bromtherapie (hier wurde nicht mal der Steady State erreicht) zu einer Bromintoxikation. Tatty wirkte apathisch und lag nur noch teilnahmslos wie ein Häufchen Elend rum, ihre Beine  waren nutzlos wie Gummi. 

Eine Brompause bzw. unverzügliches Absetzen des Broms  brachte  sie selbst nach Wochen nicht in einen Zustand der Erholung von Dibro B. 

Infekte warfen uns zurück, sehr schlaff und muskelhypoton erholte sie sich nur mühevoll.

Die Erholung von dieser Therapie kostete mich einiges an Nerven, Verzweiflung und kratzte nicht unerheblich am Geldbeutel.

 

Ich informierte schnellst möglich die beratenden Fachleute, doch selbst in der Klinik in der die Blutwerte bestimmt wurden,hatte der Fachmann , wie auch die andere uns betreuende  Fachkraft so etwas noch nie erlebt.

Wer`s denn glaubt?

Ich zumindest habe zahlreiche Kinder gefunden, denen es ähnlich erging, hätte ich diese dramatische Zustände der epileptischen  Kinder

nicht auf privaten Intenetseiten der betroffenen Eltern nachlesen können , wäre mein Vertrauen  in die Fachleute vielleicht größer gewesen.

 

 

Mein Dank gilt hierdurch den betroffenen Eltern und auch den an Epilepsie leidenden  Menschen,die bereit waren mich in dieser Zeit zu unterstützen und mir Mut zu machen. 

 

 

 

 

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