
Quellen: Jaggy, A M.Bernardini F.Steffen Lengweiler,C. C.Gaillard , A.Busato, P.Horn, Schwartz - Porsche
| Epilepsie beim Berner Sennenhund |
All the most acute, most powerful, and most deadly diseases, and
those most difficult to be understood ... fall upon the brain." --Hippocrates
Primäre Epilepsie ein autosomal rezessiver Erbgang
Idiopathisch = essentielle oder genetische Epilepsie
Allgemein spricht man von idiopathischer Epilepsie
Allgemein spricht man von idiopathischer Epilepsie,wenn keine anfallsauslösenden hirnorganischen Läsionen vorliegen oder zerebrale Funktionsstörungen nachweisbar sind. Diese Epilepsie geht auf eine metabolische Dysfunktion der Großhirnrinde zurück. Die primäre Epilepsie zeigt sich meistens zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr, die idiopathische Epilepsie wird aufgrund einer Ausschlussdiagnose gestellt. Die idiopathische Epilepsie beim Hund kommt sicher häufiger vor als die sekundäre Epilepsie! Das heißt, wir haben mehr genetisch erkrankte epileptische Tiere mit einer Dysfunktion der Großhirnrinde als sekundäre erkrankte epileptische Hunde - die durch Stoffwechselerkrankungen oder z.B Intoxikationen Krampfanfälle zeigen. Hier wäre dringend ein Umdenken der Verantwortlichen erforderlich.
Eine gehäufte Rassedisposition ist u.a zu finden bei
Deutschen Schäferhunden, Beagle, Golden Retriever, Labrador Retriever, Belgischer Schäferhund, Husky, Zwergschnauzer, Standardpudel, Cockerspaniel, Dackel, Irish Setter, Fox Terrier, Bernhardiner, Collie, Schweizer und Berner Sennenhund, usw.....
Allerdings muß gesagt werden,dass auch zahlreiche andere Rassen bereits Krampfanfälle zeigen und dieses scheinbar teilweise sogar mit einem familiär gehäuften Vorkommen bisher ungeklärter Ursache.
Siehe hierzu CECS (canine epileptoid cramping syndroms) ehemals Spike`s Disease unter www.borderterrier.de
Selbst bei angeblich so urigen und gesunden Rassen wie z.B dem Do- Khyi,Kangal, Akbash, Kuvasz sind immer wieder Tiere mit krampfanfällen zu finden!
Hinter einigen Veröffentlichungen und Internetseiten die deutlich den Zeigefinger in die Wunde der züchterischen Konkurenz legen, stecken aber meiner Meinung nach mehr oder weniger das persönliche Interesse an der eigenen Vermarktung seiner privaten Zuchtlinie oder die Vermarktung von Tieren befreundeter Züchter. Vermutlich verstecken sich aber auch andere Rassen unter dem Deckmantel urplötzlicher Tod eines Zuchttieres ( Herzschlag, Gehirntumor..).
Der ein oder andere Züchter läßt bewußt ? kranke? und krampfende? Zuchttiere oder aber unliebsame Genträger "so auf Nimmerwiedersehen verschwinden". Auffällig sind meiner Meinung nach auch Rassen wie der Border Collie, Kleiner Münsterländer, Vorstehhunde und diverse Kleinhundrassen, die Opfer der Massenzucht, aber auch Opfer nicht kritischer und naiver Käufer werden, die somit ahnungslos kommerziellen "Züchtern" zu Gewinn verhelfen.
Selbst Mischlinge sind dank mangelnder Selektion der Züchter bereits betroffen!
Rassehundezucht, Papiere, Championtitel oder ein Gütesiegel des Dachverbands sind überhaupt kein Garant dafür, nicht an einen Züchter zu gelangen, der derartige Tiere "produziert". In der scheinbar für Ämter unkontrollierbaren "Wild West Zucht" einiger Züchter sieht es allerdings auch nicht besser bzw. schlechter aus.
Veröffentlichte Zuchtlinien zeigen immer nur ein Bruchteil bekannter Züchter, die sie ebenso auch in bekannten anderen Zuchtstätten wie beispielsweise der Beaglezucht wiederfinden könnten,ansonsten wäre bei diesen oben aufgelisteten Rassehunden keine gehäufte Rassedisposition zu finden. Dem Beagle wurde wie bereits bemerkt, eine genetische Epilepsie bescheinigt, Rassen wie Golden Retriever und Labrador füllen bereits verschiedene Hundeforen mit den jammernden sich sorgenden Besitzern die Hilfe für die krampfenden Hunde suchen. Besitzer die oftmals nicht wahrhaben wollen was sie sich da ins Haus geholt haben und auch nicht gewillt sind etwas gegen solche Hundezüchter zu unternehmen, jammern ist bekanntlich einfacher. Selten bzw. überhaupt nicht erfolgen die notwendigen Meldungen dieser tückischen Erkrankung ,damit derartigen Züchtern irgendwann einmal das Ende gesetzt werden kann. Ganz im Gegenteil einige Halter sog.Familienhunde treffen sich um über ihr Hundeleid zu klagen, wirklich kompetente Hilfe kann vermutlich dabei weder ein betroffener Halter noch eine "verseuchte" Hundepopulation erwarten - diese Halter schauen bestenfalls bis zu ihrem eigenen Tellerand, was will man auch erwarten? Leider wird dieses Thema nicht nur von den Verantwortlichen bewußt todgeschwiegen, würden die potentiellen Käufer diesen Braten tatsächlich riechen, wollte sicherlich niemand mehr einen Hund erwerben und das drückt die Verkaufszahlen der Hundezüchter.
wie Sie auf meinen ersten Seiten lesen konnten, wurde die Nachfrage §11 Tierschutzgesetz Sachkunde / Zuverlässigkeit von Frau B.S. aus dem Ministerium ,aber auch von Herrn Dr. S. aus dem Veterinäramt komplett unter den Tisch gekehrt. Epilepsie ..Hilfe mein Hund krampft! Welcher Züchter möchte das solch eine Schweinerei an die Öffentlichkeit kommt - gerade jetzt wo Weihnachtsmöpse im Angebot sind oder der Schweinchen Babe Hund mal wieder auf die Tränendrüse der Kinder drückt ?
Na ja, wenn es zur Weihnachtszeit keinen Welpen unter den Gabentisch verschlägt, dann vielleicht zu Ostern oder glauben Sie nicht mehr an den Osterhasen, der kerngesunde Hunde verkauft?
hier scheinen häufiger Rüden als Hündinnen betroffen zu sein,die Anfallshäufigkeit oder Frequenz kann von Tier zu Tier verschieden sein. Manche Tiere,wie meine Hündin, zeigen beispielsweise eine fast kalendarische Genauigkeit, andere krampfen in unregelmäßigen Abständen. Die klassische Grand Mal Epilepsie ist begleitet von generalisierten krämpfen und Bewußtlosigkeit. Dazu kann Kot und Urinabgang kommen, Verletzungen durch Stürze, Zungenbisse und andere Probleme sind nicht selten. Bei großen Rassen insbesondere beim Deutschen Schäferhund,Irish Setter, Standardpudel und Cockerspaniel kommen gehäuft Serienanfälle vor! Durch die enorme Muskelaktivität,der Hyperthermie und der Verkrampfung der Atemmuskulaur liegt rasch eine lebensbedrohende Situation vor. Klinische Definition von epileptischen Anfällen
(Comission on Klasssifikation of epilepsies and epileptic syndroms)
Die internationale Klassifikation unterscheidet 3 Hauptgruppen
Fokale Anfälle
Generalisierte Anfälle
Nicht klassifizierbare Anfälle
Zu den primär generalisierten Anfällen zählen Absencen, swie myoklonische, generalisiert klonische oder tonische und tonisch klonische Anfälle mit oder ohne Bewußtseinsstörungen.
1. Prodomalstadium
2. Aura
3. Iktus
4. postictaler Zustand wobei die ersten beiden Phasen stark variieren bzw. z.T überhaupt nicht beobachtet werden können.
Zu 1. Die prodomale Phase kann bei Tieren Stunden,aber auch Tage dauern,Veränderung im Verhalten wie intensives Starren ins Leere oder angeregtes Schnüffeln sind auffällig
Zu 2. während der Aura zeigen sich Tiere ruhelos,schreckhaft,scheu oder sogar sehr anhänglich,manche fangen an zu jaulen,heulen oder bellen
Zu 3. der Iktus setzt teilweise bei einigen Tieren schlagartig ein,andere Tiere zeigen erst fokale Zuckungen in begrenzten Muskelabschnitten wie der Gesichtsmuskulatur die sich später generalisieren und in einen generalisierten Krampfanfall münden.
Nach dem Anfall folgt die posticale Phase, manche Tiere erheben sich zeigen sich unansprechbar,
desorientiert, blind oder zeigen drangwandern. Diese Phase kann bis zu einem Tag dauern, Heißhunger, Durst ,
starke Lebhaftigkeit aber auch unmotivierte Aggression können nach generalisierten Anfällen beobachtet werden.
fokale Anfälle werden bei der primär symptomatischen Epilepsie beobachtet,als Beispiel gilt die posttraumatische Epilepsie die durch eine langsame reperative Proliferation der Astrozyten erklärt wird.
Fokaler Anfall:z.B eine betroffene linke motorische Großhirnhemispäre daraus resultieren tonisch-klonische Krämpfe auf der kontralateralen Seite,zuerst in den Gesichtsmuskeln dann die Muskeln der Vordergliedmaßen und anschließend die Hintergliedmaßen. Eine umgekehrte Reihenfolge ist auch möglich.
Fokale Anfälle werden definiert in einfache oder komplexe Anfälle bzw. rein motorische, rein sensorische oder rein vegetative Anfälle. Komplex fokale Anfälle sind vorwiegend motorisch mit einer sensorischen oder vegetativen Komponente - beide Formen können in sekundär generalisierte Anfälle übergehen.
Zu den primär generalisierten Anfällen zählen Absencen, swie myoklonische,generalisiert klonische oder tonische und tonisch klonische Anfälle mit oder ohne Bewußtseinsstörungen.
Einfache fokale Anfälle beeinflussen allgemein das Bewußtsein nicht.
Motorische Symptome sind unregelmäßige Zuckungen der Gesichtsmuskeln, Verdrehen des Kopfes, Tonus oder Klonus einzelner Extremitäten, seitliche Krümmung des Rumpfes und Zuckungen einzelner Muskeln.
Bei den komplex fokalen Anfällen sind Störungen des Bewußtseins vorhanden.
1. rotes und weißes Blutbild
2. Urinuntersuchung
3.Blutchemie hier mindestens, Glukose, Kalzium, Harnstoff, Kreatinin, leberspezifische Enzyme GLDH, GOT,GPT -GT
und Leberfunktionstest wie Ammoniak bzw. Untersuchung der Gallensäuren vor und nach der Fütterung Funktionstests / Berechnungsformeln
- Nachweis eines portosystemischen Shunts(PSS) Hund, Katze
1. Serum-Probe = Nüchternwert
2. Fütterung von 100g Fleisch plus 5g Fett / 10 kg KM
3. Serum-Probe 2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme = Postprandialwert
- alternativ -
2. Gabe von Takus ®: 0,3 µg / kg KM i.m.
3. Serum-Probe 20 Min. nach Ta-kus ® - Gabe = Stimulationswert Gallensäure Stimulationswerte > 50 µmol/l sprechen für einen portosystemischen Shunt
Liquoruntersuchungen
Resultate aus Liquoruntersuchungen liefern oft den Hinweis auf mögliche entzündliche oder neoplastische,degenerative Erkrankungen sowie über die Intakheit der Bluthirnschranke.
EEG (Elektroencephalogramm)
Ein EEG kann insbesondere bei Verdacht auf metabolische,entzündliche,tumuröse oder hydrozephalische Vorgänge liefern , da es wertvolle Zusatzinformationen zur Abgrenzung liefert.
Röntgen/Ultraschall
Mittels Röntgen und Ultraschall können Folgen von Trauma, Frakturen und Hämatome dargestellt werden.
Genaue Darstellung von bestimmten Prozessen erfordert MRT oder CT
Krankheiten die ihre Ursache in verschiedenen Organen haben, können die Gehirnfunktion so beeinträchtigen, dass sekunkundär neurologische Anfälle die Folge sind.
Glukose ist der wichtigste Energielieferant und dient zur Aufrechterhaltung der
membranpolarisierenden Na+ / K + Pumpe
Das Gehirn besitzt nur eine gewisse Speicherkapazität für Glukose, die Glukose wird innerhalb von 2 Minuten nach Unterbrechnung des Blutflusses aufgebraucht.
Eine Neuroglykopenie bewirkt primär eine zelluläre Hypoxie,der Ionengradient bricht zusammen, die Membranpermeabilität für alle Ionen steigt somit an.
Es kommt zu einer Depolarisation der Neuronen- die Nervenzellaktivität ist hierdurch unkontrolliert.
Reduzierte Sauerstoffaufnahme,verminderter zerebraler Blutfluß, wie die veränderte Zusammensetzung der Ionen und neurotransmitter sind verantwortlich für die herabgesetzte Produktion von ATP.
Hyperglykämische Episoden die länger auftreten sind für generalisierte krampfanfälle verantwortlich
Koordinationsstörungen,Nervosität, Nachhandschwäche, exzessiver Hunger,Verhaltensstörungen wie bellen, rennen, Hysterie, Bewußtseinsstörungen, Muskelfaszikulation.
Schwere Symptome: generalisierte krampfanfälle oder Koma, oft sind die Tiere nach dem Anfall blind.
Differentialdiagnosen Hypoglykämie ist keine krankheit,sondern die Folge einer großen Anzahl von möglichen Problemen,wobei das Insulinom beim Hund die häufigste Ursache darstellt.
Zerebrale Hypoxie beruht auf einer verminderten Zirkulation oder ungenügenden Sättigung des Blutes mit Sauerstoff bis zur Funktionsstörung der Nervenzellen.
Tachykardie Anstieg der Herzfrequenz z.B bei Herzinsuffiziens,Myokarditis usw.,zusätzliche Schocksymptome wie verlängerte kapilare Füllungszeit,Tachypnoe, erniedrigter Blutdruck und Oligurie (verminderte Harnausscheidung) können oft beobachtet werden.
Blutgasanalyse sowie Laborresultate
In einigen Fällen kann als folge von Anfallsleiden eine zentrale Blindheit,laufen in Hindernisse, abwesender Drohreflex usw. beobachtet werden.
Desorientierung oder Krampfanfälle können auch durch Überschuss von harnpflichtiger Substanzen entstehen.
Als Ursache ist meist eine primäre Nierenerkrankung mit Harnstoff und Kreatininerhöhung, kann aber auch prä oder postrenal sein. Prärenale Erkrankungen: die Nieren sind funktionstüchtig, können aber infolge eines herabgesetzten hydrostatischen Drucks in den Glomeruli gewisse nitrogene Abbauprodukte nicht mehr ausscheiden. Postrenale Erkrankungen: die Nieren sind morphologisch und funktionell ebenfalls normal. Die Azotämie entsteht aus verminderter oder interferierender Urinausscheidung. Prä oder postrenale Erkrankungen können zu einem Nierenversagen führen.
Tiere zeigen zentrale vestibuläre Ausfälle,Nystagmus,Taubheit, myoklonische Zuckungen, vor allem im Gesichtsbereich bei chronischer Urämie- sowie generalisierte Krampfanfälle
eine Azotämie tritt erst auf,wenn 75% der Nephrone geschädigt sind. In jedem Fall gehört die Urinuntersuchung zur vollständigen Diagnose,das spezifische Gewicht sollte unbedingt Beachtung finden! Röntgen Ultraschall unter Umständen eine Biopsie des Nierengewebes
Bei tiefer Kalziumkonzentration im extrazellulären Raum wird die Transmission (Acetycholin) signifikant gehemmt und der Einfluss einer tiefen CA Konzentration an der nerv und Muskelzelle erhöht,was zu einer Depolarisation der Zellmembran führt. Das Resultat ist eine hypokalzämische Tetanie.
Die Tiere sind apathisch und haben in der Regel eine erhöhte Körpertemperatur. Muskuläre Symptome wie Tremor, Faszikulation und Spasmen werden oft beobachtet. Ein steifer Gang mit Ataxie, Tetraparese (Lähmung aller vier Extremitäten), generalisierte oder fokale Krampfanfälle sind im fortgeschrittenen Verlauf anzutreffen.
ein komplexes neurologisches Syndrom das bei Leberstörungen auftreten kann. Entweder gelangt dabei portales Blut in den systemischen kreislauf oder die Leber entfernt die Toxine und Nebenprodukte der Verdauung ungenügend aus dem portalen Blut. Patienten mit einer HE haben in der Regel erhöhte Ammoniakkonzentrationen in Blut und Liquor.
Apathie, Stupor (Erstarrung), Koma,zentrale Blindheit,Ausfälle in Haltungs und Stellreaktionen oder Schwäche steht bei Tieren mit portosystemischen Shunt (PSS) oder chronischen Leberproblemen im Vordergrund.
siehe auch hier : http://www.mysurpriseyorkis.de/leber.htm
oder http://www.irish-wolfhound-point.de/IWPoint/Gesundheit/HomeTierarzttips.htm
Bei z.B Aufnahme von proteinreicher Nahrung findet man Übererregbarkeit und generalisierte krampfanfälle.Symptome eines Leberversagens sind Diarrhoe,Erbrechen, Anorexie und Hyperthermie
Leberscreening siehe
leberspezifische Enzyme GLDH, GOT,GPT -GT http://www.Laboklin.de
Leberwerte können erhöht sein,sind aber in den meisten Fällen im Normbereich
Bestimmung der Gallensäuren prä und postprandial (vor und nach der Fütterung siehe Test oben Laboklin Gallensäuren) und Ammoniaktoleranztest bringen den eindeutigen Beweis einer Funktionsstörung Ultraschalluntersuchungen können eingesetzt werden um Leberform und Größe zu erfassen,aber auch um Shunts sichtbar zu machen.
Oft bringt nur eine Leberbiobsie die endgültige Diagnose
die häufigste endokrine Störung beim Hund,über 95 % sind auf die Zerstörung der Schilddrüse zurückzuführen
Gewichtszunahme,Lethargie,trockene verdickte haut,Hyperpigmentation, Kälteintoleranz ect.
Hypothyreose kann generalisierte Krampfanfälle vom Grand mal Typ auslösen, die neurologische Untersuchung ist meist normal
Neurotoxine mit zentralnervöser Stimulation z.B Insektizide,Marihuana,
Amphetamine, Strychnin, Ivermectin, Organophosphate, Chlorierte Kohlenwasserstoffe,
Pyrethrin, Pyrethroide, Schokolade, Kaffee usw.
Toxisch induzierte Anfälle zeigen eine unvollständige postictale Erholung und zusätzlich häufig Durchfall,
Erbrechen, Atemnot, Muskeltremor, neuromuskuläre Störungen.
Weiterhin Aggression, Hyperaktivität, Muskeltremor, Verhaltensänderungen,
Grand mal Anfälle, Fliegenschnappen,
autonomer Urin und Kotabsatz können beobachtet werden.
Zusammnenfassung: 'Ceroid.Lipofuszinose' wird bei folgenden Hunderassen erwähnt:
Englischer Setter, Border Collie, Saluki, Cockerspaniel, Chihuahua, Jugoslawischer Schäferhund, Tibet Terrier, Dackel, ........
Die Erkankung ist eine genetische bedingte Verstärkung natürlicher
Alterungsprozesse in verschiedenen Geweben mit einer abnormen Speicherung
von Abbauprodukten in diesen Zellen die dann zum Funktionsausfall führt.
Bei jungen rothaarigen Cockern wurde eine vererbte, multisystemische,
neuronale Degeneration im Zusammenhang mit Krampfanfällen beschrieben.
Kriterien: womöglich mehrere Tiere desselben Wurfs sind betroffen, der Verlauf ist chronisch progressiv.
Beim Tibet Terrier erkannte man späte Symptome von Sehstörungen die leider allzu oft mit einer PRA verwechselt wurden, tatsächlich aber neben zahlreichen anderen Symptomen der Lipofuszinose zugeordnet werden konnten.
Die Diagnosestellung erfolgt(e) bisher am toten Tier (Nachweis der Einschlusskörperchen in Gehirn und Retina).
Es gibt Hoffnung auf einen neuen Test, des letztendlich aber nur die Gewissheit
der grausamen Erkrankung am lebenden Tier bestätigen kann.
Lipofuszinose ist nicht heilbar, eine Behandlung gibt es derzeit nicht. Therapeutische Ansätze,
die auch zu einem Erfolg führen, sind nicht bekannt.
Unter Umständen können Symptome verbessert werden - aggressive und extrem verhaltensauffällige
Tiere sind aber im Sinne des Personenschutzes und des Tierschutzes zu euthanasieren.
Verschiedene Symptome bei Tibet Terriern sind z.B Ataxie, unregelmäßiger Gang,aufgekrümmter Rücken, Demenz,
Verwirrheit, Aggression, die Unfähigkeit den Besitzer zu erkennen, Sehverlust ect.
Die systemische Erkrankung `Lipofuszinose` muß nicht zwingend eine Netzhautdegeneraton bei der Augenuntersuchung zeigen.
Möglicherweise können Informationen vom Auge nicht richtig zur Gehirnrinde weitergeleitet werden.