Luminal Wirkstoff Phenobarbital

Wir wechselten die Therapie und starteten mit Luminal, doch unter dem Stress den der "Züchter" nun mit uns veranstaltete (Anzeige durch den "Züchter" wegen Haltung unberechenbarer kampfhunde,Anzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede, zusätzlich bombardierte man mich aus dem Bundesland des "Züchters"  mit Sexpakten) brach Tatty  vollends zusammen und landete im Status Epilepticus.

Aufgeregt durch die ständige Belastung der gerichtlichen Auseinandersetzung, war ich vermutlich in dieser Zeit ein zusätzlicher Auslöser,Stress ist ein übler Trigger für epileptische Anfälle.

Stress muß unbedingt vermieden werden!

 

Tierärtzliche Hilfe war in dieser Zeit, während des Status epileticus,außer Reichweite.

 

Fast wäre Tatty gestorben, allein saß ich da und überlegte wieviel Valium ihr Körper noch vertragen könnte um da raus zu kommen.

Ich schloss die Jalousien, dämpfte das Licht und da lagen wir.... abgekämpft , entkräftet in der Hoffnung diesem Zustand entfliehen zu können.

Sämtliche TA`s wurden antelefoniert, doch niemand kam.

Ich versuchte Ruhe zu bewahren, irgendwann schlief ich erschöpft neben meiner zusammengerollten, vollgepumpten Hündin auf dem Fußboden ein. Kaum aufgewacht  setzte bei mir  starkes Erbrechen ein und wir beide brauchten Tage um uns zu erholen.

 

Luminal wurde bis auf 800mg aufdosiert, wir waren bereits im toxischen Bereich!

Endlich fand ich große Hunde, die auch im toxischen Bereich waren und das bei bei einem unglaublichen Serumkontrollwert von 53 lagen/1000mg Luminal /tgl.

Als dieser therapieresistente Hund verstarb, auch er wurde durch Spezialisten einer Hochschule betreut, wurde mir klar, dass es möglicherweise tierschutzgerechter ist,den Hund eigenverantwortlich weiter zu therapieren, bevor ich meinen Hund unter professioneller Anleitung vollends kaputtdosieren sollte.

Dieses muß nicht pauschal so sein, sollte aber dennoch Beachtung finden. 

Glücklicherweise fand ich zu diesem Zeitpunkt unser Gehöft, dieses liegt absolut reizarm und bietet  alle Möglichkeiten, die ein schwer krankes Tier braucht.

Tatsächlich kam es in dieser Zeit unter den gegebenen 800mg Luminal zum ersten Mal zu einer 3 monatigen Anfallsfreiheit.

Kaum schneite wieder der erste Brief vom Gericht ins Haus waren alle Hoffnung auf weniger Anfälle abrupt zerstört.

War meine Aufregung wieder Tatty`s  Aufregung?

Bei Kontrolle des Serumspiegels bemerkten wir trotz gleicher Dosis/Fütterung ect. einen abnormen Abfall, selbst mit erneuter Aufdosierung kamen wir nicht mehr über einen 30iger Wert ! 

Tatty krampfte wieder regelmäßig, kalendarisch und verrrückter denn jeh, erschreckenderweise versuchte sie nun nach den Anfällen hysterisch loszurennen und jagte wie von Sinnen mit enorm hohen Geschwindigkeiten durch das Gelände.

Flüssige Valiumrectiolen während der Grand mal Anfälle vermochten nicht dieses Verhalten einzudämmen.

Der absolute Tiefpunkt war gekommen, als Tatty trotz Höchstdosis Luminal und zusätzlich gegebenem Valium versuchte durch ein Fenster zu springen, alles ging so schnell.

Mein Mann sprang gerade noch vor Tatty und packte beherzt zu um sie aufzufangen, an die Scheibe gedrückt, räumte sie mit den Füßen alles ab was in die Nähe kam. 

Einer am Vorderteil, einer am Hinterteil so zergelten wir sie aus dem Zimmer und da war schon der nächste Grand mal.

 

Ich war ratlos!

 

Ein erneuter Versuch sie während der Serien auf Valiquid zu setzen brachte im Vergleich zu den Rectiolen eine große Verbesserung,aber auch abnormes drangwandern unter Proteinaufdosierung verschlechterte sich dieser Zustand nochmals! Alles funktionierte nur dann tadellos ,wenn das Valium bereits vor dem Anfall eingesetzt wurde.

Ständig war ich auf der Hut, jede kleine Bewegung zu beobachten , um das hysterische und gefährliche Rennen in den Griff zu kriegen. 

Mit etwas Glück kamen wir das ein oder andere mal um die postictale Phase rum.

Die Unsicherheit, ob sich dieser Vorgang wiederholen sollte ,aber auch die Angst vor den Fensterscheiben waren nun unser größtes Problem.

Es galt dieses zu sichern.

 

Erneut nahm ich einen Anlauf und wählte in meiner Ratlosigkeit und Sorge den Kontakt mit allen führenden Kapazitäten.

Nach Beurteilung der Werte schlug man uns Dibo B. vor und berechnete die Menge die eingesetzt werden sollte.

Selbst unser Fensterunfall schien der ein oder anderen Fachkraft aus der Neurologie auch mit anderen epileptischen Hunden bereits untergekommen zu sein.

 

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